„Über die Verkabelung mache ich mir keine Gedanken. Da ist alles genormt, alles passt zusammen und günstige Produkte gibt es wie Sand am Meer.“ Auf diese Einstellung trifft man allzu oft. Mit fatalen Folgen: Fehler in der Verkabelung beeinflussen das gesamte IT-Netz und können nicht per Software oder Geräte-Konfiguration ausgeglichen werden. Probleme in der Verkabelung führen unweigerlich zu Performance-Einbußen – der Anwender erhält nicht die Leistung, für die er bezahlt hat.

Die Verkabelungsnormen wurden ursprünglich geschrieben, um Leistungskriterien der Verkabelung und ihrer Komponenten festzulegen und um Produkte verschiedener Hersteller innerhalb einer Übertragungsstrecke mischen zu können. Die erste Ausgabe der DIN EN 50173 erschien 1995, vor 35 Jahren. Damals waren Datenraten von 10 Mbit/s üblich, 100 Mbit/s galten bereits als schnell. Das Frequenzspektrum reichte von 1 MHz bis 100 MHz.

„Mix & Match“ – das beliebige Mischen von Produkten verschiedener Hersteller in einer Übertragungsstrecke – funktioniert bei niedrigen Datenraten noch sehr gut: Bei 10 Mbit/s sind keine Probleme zu erwarten, auch bei 100 Mbit/s nicht, vorausgesetzt, man setzt Komponenten hoher Qualität ein.

Heutzutage wird die IT-Verkabelung jedoch auf 10 Gbit/s ausgelegt, dem Tausendfachen der ursprünglichen Datenrate. Das Frequenzspektrum reicht nun bis 500 MHz, die Übertragung findet im Hochfrequenzbereich weit jenseits des UKW-Rundfunks statt, in einem Bereich, in dem sich eine elektromagnetische Welle lieber frei im Raum ausbreitet als von einer Leitung auf eine feste Bahn gezwungen zu werden. Hinzu kommt, dass mit zunehmender Datenrate die Spannungsbereiche der Nullen und Einsen bzw. deren Gruppierungen immer kleiner werden und immer enger beieinanderliegen, damit die vorgegebenen Werte (Pegel) möglichst schnell erreicht werden. Bei 10 Gigabit Ethernet beispielsweise muss der Empfänger Unterschiede in der elektrischen Spannung von einem Tausendstel Volt sicher unterscheiden können.

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Abbildung 1: Beispiele für die Empfangspegel von Ethernet-Varianten mit Datenraten von 100 Mbit/s, 1 Gbit/s und 10 Gbit/s.
(Quelle: Telegärtner Karl Gärtner GmbH)

Um dabei eine zuverlässige Übertragung zu gewährleisten, müssen die einzelnen Komponenten einer Übertragungsstrecke exakt aufeinander abgestimmt sein. Sind sie es nicht, treten Störungen auf und die elektronischen Geräte regeln die Datenrate so weit herunter, bis eine Übertragung innerhalb der zulässigen Fehlergrenzen stattfindet.

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Abbildung 2: Verkabelungssystem (links) versus Mix & Match (rechts).
Nur wenn alle Komponenten einer Übertragungsstrecke exakt aufeinander abgestimmt sind, kann das IT-Netz seine volle Leistung erbringen.
(Quelle: Telegärtner Karl Gärtner GmbH)

Führende Hersteller von Verkabelungskomponenten bieten daher Verkabelungssysteme an, deren normkonforme Komponenten präzise aufeinander abgestimmt sind und die die volle Performance bei der Übertragung bieten. Solche Systeme sind typischerweise mit einer 25-jährigen Systemgarantie ausgestattet. So können Anwender sich beruhigt auf Ihre Verkabelung verlassen, denn: Je höher die Datenraten werden, desto wichtiger wird die Qualität der Übertragungsstrecke.

Auch bei Verkabelungssystemen gibt es ein paar Punkte, die bei Kabel und Verbindungstechnik beachtet werden sollten. Diese werden in den kommenden Blog-Beiträgen behandelt.

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